SchwammerlnHier finden Sie Pilzfotos mit dem Schwerpunkt auf Südbayern. Bitte beachten Sie , dass Angaben zum Speisewert einzelner Arten zwar nach bestem Wissen und Gewissen gemacht werden, aber vom Autor keinerlei Verantwortung für Fehlbestimmungen und/oder individuelle Unverträglichkeiten beim Verzehr übernommen wird. Nutzen Sie bei Unsicherheiten das Angebot der öffentlichen Pilzberatung z. B. in München oder bei einem Pilzsachverständigen in Ihrer Nähe. Speisewertangaben beziehen sich immer auf ausreichend gegarte und frisch zubereitete Pilze. Wildpilze sind roh häufig unverträglich oder giftig (vgl. z. B. Hallimasch). Von reinen Bildbestimmungen zum Verzehr von Pilzen wird dringend abgeraten. Umfangreiche eigene Erfahrungen, gute und neuere Literatur oder Pilzberater sollten stets in erforderlichem Umfang mit dem gesunden Menschenverstand eingesetzt werden, damit der Genuß von selbst gesammelten Pilzen ohne negative Folgen bleibt.
Pilze mit radial angeordneten Lamellen bzw. Blättern an den Hutunterseiten (z.B. Champignons, Knollenblätterpilze und Stockschwämmchen). Blätterpilze decken als Streuzersetzer (z. B. Parasol), Holzabbauer (z. B Stockschwämmchen) und Symbionten (Ektomykorrhiza, z. B. Perlpilz) drei ökologische Bereiche ab. Daher ist diese Grupe auch die artenreichste unter den heimischen Großpilzen mit über 3000 Taxa in Deutschland. Neben den Fruchtkörperformen und Farben sind die Sporenpulverfarben wichtige makroskopische Bestimmungskriterien. Sporenpulver erhält man durch ablegen reifer (aufgeschirmter) Pilzhüte auf weisses Papier. Manche Arten sporulieren schon in wenigen Stunden, manche über Nacht. Nicht immer kann über die Lamellenfarbe reifer Fruchtkörper auf die Sporenpulverfarbe geschlossen werden. Z. B. hat der Violette Schleierling Cortinarius violaceus) violette Lamellen, aber rostfarbenen Sporenstaub.
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Pilze mit fleischigen, gestielten Fruchtkörpern und Röhren in der Fruchtschicht [Schwamm ( erl )]. Der bekannteste Vertreter ist der Steinpilz (Boletus edulis und Verwandte). Weitaus wichtiger als der Speisewert einiger Arten ist deren ökologische Funktion als Symbionten höherer Pflanzen mit Ektomykorrhiza. Während der Fichtensteinpilz noch weit verbreitet und häufig ist, haben empfindlichere Arten wie z. B. die Eichenrotkappe seit Mitte des letzten Jahrhunderts massive Arealverluste erlitten durch intensive, industrielle Waldnutzung und schädliche Stoffeinträge (Stickstoff, Schwefel, Phosphate usw.) in die Böden.
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Pilze mit Leisten (z.B. Pfifferlinge) oder Stacheln (z.B. Stoppelpilze) an den Hutunterseiten. Die Leistlinge und Stachelpilze sind meist Symbionten (Ektomykorrhiza) von höheren Pflanzen.
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Milchlinge und Täublinge gehören zu den Sprödblättlern (Russulaceae). Die Fruchtkörper sind aus +/- kugeligen zellen aufgebaut und daher brüchig mit i. d. Regel spröden Lammellen. Ein Ausnahme macht hier der Frauentäubling mit jung weichen bis schmierigen Lamellen. Beide Gattungen enthalten milde und schärflich bis sehr scharfe Arten. Ein Geschmackstest ist die korrekte Bestimmung meist unerlässlich. Bei den Täublingen gelten alle milden Arten als essbar (individuelle Probleme bei Russula olivacea ausgenommen). Bei den Milchlingen gibt es wenige unbekömmliche, milde Arten. In Skandinavien und Osteuropa gelten alle Täublinge und Milchlinge als gute und beliebte Speisepilze. Sie werden allerdings durch Wässern und Einlegen in Salz oder Milchsäuregärung entsprechend zubereitet.
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Hier werden alle Arten mit Poren in der Fruchtschicht und meist lederig-zäher Konsistenz gezeigt. Diese Gruppe gehört zu den Nichtblätterpilzen (Aphyllophorales). Die Fruchtkörper können je nach Art gestielt oder ungestielt mit flachen (resupinaten) Formen, angedeuteten Hutkanten (semipileat) oder Hut- bis Konsolenförmig (pileat) vorkommen. Nur wenige Arten wie z. B. der Schwefelporling sind für Speisezwecke geeignet. Einige werden zu Dekorationszwecken in der Floristik verwendet. Zunderschwamm (Fomes fomentarius) und Feuerschwämme (Phellinus spec.) dienten bis ins 19. Jahrhundert der Feuerherstellung und - erhaltung. Andere Arten wie Birkenporling und Schmetterlingstramete haben medizinisch wirksame Inhaltsstoffe.
Ökologisch bedeutsam ist die Fähigkeit zum Abbau von Holzstoffen wie Lignin und alle Formen von Zellulose. Diese Eigenschaften werden derzeit intensiv wissenschaftlich untersucht und teilweise schon industriell genutzt.
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Die Gattung Ramaria mit weit über vierzig Arten wurde erst 2008 durch die weltweit beachtete Monografie von Josef Christan (2008) so umfangreich bearbeitet, dass ein nun Großteil der europäischen Arten bestimmbar ist. Neben den sehr wandelbaren Fruchtkörperfarben ist meist eine umfassende mikrsokopische Untersuchung unerlässlich. Die hier gezeigten Aufnahmen wurden durch Josef Christan geprüft und bestätigt. Die meisten Ramarien = Korallen sind Symbionten (Ektomykorrhiza) von heimischen Baumarten wie z. B. Buche, Eiche und Fichte und daher für die Vitalität unserer heimischen Wälder von hoher Bedeutung. Manche Arten wurden bislang für Deutschland nur wenige Male nachgewiesen. Viele Korallen sind aufgrund ihrer besonderen Standortansprüche in Altbeständen über Kalk als gefährdet einzustufen.
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In diesem Album sind alle irgendwie bauchförmigen Pilzarten zusammen gefaßt, auch wenn sie verwandschaftlich zu den unterschiedlichsten Ordnungen und Familien zuzurechnen sind.
Ebenso enthalten sind Erdsterne (Geastrum) und Stinkmorchelverwandte (Phallales), die im Jugendstadium bauchartige Formen haben.
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Ein großer Teil der Schichtpilze (z. B. Stereum) und Rindenpilze (Corticiaceae s.l.) bildet Fruchtkörper mit glatten bis runzeligen Fruchtschichten. Auch filamentöse Strukturen wie z. B. bei der Gattung Tomentella (Filzgewebe) werden in diesem Album gezeigt.
Gallertpilze wie das Judasohr (Auricularia) leben als Saprobionten auf Holz oder auch parasitisch auf anderen Pilzen wie z. B. die Gattung Tremella.
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Zu den operculaten Schlauchpilzen (die Schlauchöffnung bei der Sporenreife ist mikroskopisch als ablösender Deckel erkennbar) gehören die meisten größeren Becherlinge, Morchel- und Lorchelartigen Pilze. Die Arten können terrestrisch oder auf Holz, Streu und Dung angetroffen werden.
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Phytoparasiten haben sich auf bestimmte Wirtspflanzen spezialisiert und können ohne sie nicht existieren (z.B. Mehltaue und Rostpilze). Schleimpilze (z.B. Gelbe Lohblüte) bewegen sich aktiv fort, bilden aber zur Verbreitung Sporen in feststehenden Fruchtkörpern.
5 files, last one added on Jun 27, 2010 Album viewed 9 times
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VeranstaltungenImpressionen von den Kursen, Pilzberatungen und anderen Events.
Im September 2009 haben wir im Varatal eine pilzkundliche Wanderwoche für den Agritourismo Giandriale durchgeführt. Nach einem "Jahrhundertsommer" ohne Regen im Juli und August hat es ein bis zwei Wochen vor unserer Ankunft massive Niederschläge gegeben. Gewöhnlich brauchen die Mykorrhizapilze wie der beliebte Porcino danach mindestens zwei Wochen, um Fruchtkörper zu entwickeln. Schneller sind die Saprobionten wie Wiesenchampignon und Parasol, die wir auf den extensiv bewirtschafteten Wiesen gefunden haben. Die folgenden Bilder zeigen unsere Gruppe bei den vielen Exkursionen in die fantastischen Bergwäldern Liguriens und weiteren Aktivitäten wie dem Kochkurs in Lucias Küche.
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Im Juli-August 2003 hat der Lehrstuhl für Vegetationsökologie Weihenstephan unter der Leitung von Prof. Jörg Pfadenhauer eine Exkursion in die Zentralmongolei durchgeführt. Alle Bilder stammen von dieser Reise, die uns von Ulaan Batar an die Nordgrenze des südlichen Altai (Orog Nuur) über die Stadt Altai und Uljastai rund um das Zentralmassiv führte. Hierbei wurde viele verschiedene Vegetationstypen wie Gebirgslärchenwälder, Hangmoore, Steppen, Halbwüsten und Wanderdünen erkundet. Die Pilzvielfalt ist noch wenig erforscht und Recherchen entsprechend aufwändig. Daher sind einige der abgebildeten Pilze bislang nur als Gattung benannt.
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Lactarius rufus (Rotbrauner Milchling)4 viewsSymbiont von Fichte ud Waldkiefer auf sauren Böden mit weißer und scharfer Milch. Soll nach 24-stündigem Wässern, abtrocknen und anschliessendem durchbraten in heissem Fett bekömmlich sein.
Lactarius sanguifluus (Weinroter Kiefernreizker)4 viewsSymbiont der Waldkiefer auf mageren, kalkhaltigen Böden (z. B. Wacholderheiden). Aufgrund von umfangreicher Biotopzerstörunegn in den vergangenen 60 Jahren in Deutschland selten geworden und schützenswert. In Südeuropa (z. B. Spanien) häufiger und beliebter Speisepilz.
Kennzeichen ist die von Anfang an blutrote Milch bzw. Fleischverfärbung bei Verletzung.
Phallogaster saccatus (Stinkender Sackbovist)6 viewsSeltener Saprobiont in Laub- und Nadelstreu.
Corpinellus (=Coprinus) domesticus (Großer Holz-Tintling)1 viewsWeit verbreiteter Saprobiont an Laubhölzern z. B. in Auwäldern an Eschenholz. Besiedeltes Holz trägt häufig ein rostbraunes, streigelig-wolliges Gewebe, das sogenannte Ozonium. Zur genauen Bestimmung ist neben den makroskopischen Merkmalen die Mikrosokpie von Hutvelum und Sporen wichtig. Eine Verwechslunug wäre möglich mit dem ebenfalls ein Ozonium ausbildenden C. radians, der u.a. durch breitere Sporen abgetrennt wird.
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Cantharellus tubaeformis (Trompetenpfifferling)6 viewsDer Trompetenpfifferling ist als Symbiont der Fichte und Kiefer noch weit verbreitet in naturnahen Wäldern anzutreffen. Je weiter diese Gebiete von schädlichen Einflüssen aus Industrie und Landwirtschaft entfernt liegen, umso vitaler und üpiger sind die Vorkommen.
Alle Leistlinge sind eßbar. Diese Art eignet sich sehr gut zum Trocknen, da nach dem Einweichen das Pilzaroma intensiver wird als bei frisch verwendeten Fruchtkörpern.